13.05.2014

Handy-Nutzung erhöht Risiko
von Gehirntumoren

Gefahr durch Mobilfung - Grafik: Samy
Laut einer aktuellen französischen Untersuchung ist die Nutzung von Mobiltelefonen doch schädlicher, als es in den vergangenen Jahren durch die Mainstream-Medien suggeriert wurde. Ab einer Nutzungsdauer von über 15 Stunden pro Monat ist ein erhöhtes Risiko von Gehirntumoren nachweisbar.

Die aktuell in der Fachzeitschrift 'Occupational and Environmental Medecine' veröffentlichte Studie beruht auf den Daten französischer WissenschaftlerInnen um Isabelle Baldi, die zwei Jahre lang 253 Gliom-Fälle und 194 Meningeom-Fälle untersucht hatten. Demnach tragen Menschen, die ihr Mobiltelefon ("Handy") mehr als 15 Stunden pro Monat über fünf Jahre hinweg nutzen, ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, einen Hirntumor zu entwickeln. Bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch vor dem Hintergrund, daß Mobiltelefone in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger Strahlungsleistung der kritischen gepulsten elektromagnetischen Wellen hoher Frequenz abgeben.

Gliome können gut-, aber auch bösartig sein. Die Gruppe der NutzerInnen mit mehr als 15 Stunden pro Monat trägt ein signifikant höheres Risiko, ein - meist gutartiges - Meningeom zu entwickeln, ein Tumor an der Hirnhaut. Bei der Untersuchung wurde eine Kontroll-Gruppe von 892 gesunden Erwachsenen zugrunde gelegt, die repräsentativ für die Bevölkerung ausgewählt wurden. Andere Ursachen für Gehirntumore wurden bei der Untersuchung in Rechnung gestellt ebenso wie die Tatsache, daß lediglich 14 Prozent der Befragten angab, eine Freisprech-Einrichtung zu verwenden, die es erlaubt, das Handy nicht ständig am Ohr halten zu müssen.

Die größte Studie zu den Gesundheits-Risiken durch Mobiltelefone wurde 2010 veröffentlicht und umfasste 13 Länder, darunter auch Deutschland. Die als "Interphone-Studie" bekannte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, daß das Gliom-Risiko um 40 Prozent und das Meningeom-Risiko um 15 Prozent bei denjenigen erhöht, die ihr Mobiltelefon häufig und meist auf derselben Kopfseite benutzten. Allerdings war diese Studie unter WissenschaftlerInnen heftig umstritten. Nach wie vor ist nicht zu leugnen, daß ein großer Teil der WissenschaftlerInnen, die in diesem Teilgebiet der Physik tätig sind, von der Industrie und der Mobilfunk-Branche abhängig ist.

 

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Anmerkungen

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